{"id":1577,"date":"2020-01-24T06:40:00","date_gmt":"2020-01-24T05:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/?p=1577"},"modified":"2020-01-24T06:40:55","modified_gmt":"2020-01-24T05:40:55","slug":"hilfe-holen-mit-dem-smartphone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/?p=1577","title":{"rendered":"Hilfe holen mit dem Smartphone"},"content":{"rendered":"<p>Eben gesehen &#8211; DONAUKURIER E-Paper App<br \/>\nhttps:\/\/ios-epaper.donaukurier.de\/epaper-layers\/hip\/2020-01-23\/art395632,4466678<\/p>\n<p>Hilfe holen mit dem Smartphone<\/p>\n<p>23.01.2020 23:01<\/p>\n<p>Neben dem W\u00e4hlen der Nummer 112 gibt es weitere M\u00f6glichkeiten und Hilfen<br \/>\nVon Till Simon Nagel<\/p>\n<p>Unf\u00e4lle passieren schnell: Einmal nicht auf das Auto voraus geachtet, nur eine Wurzel \u00fcbersehen oder zu lange nicht auf Warnsignale des K\u00f6rpers geh\u00f6rt. Wenn der Notfall eintritt, ist ohnehin nur noch wichtig, dass schnell Hilfe kommt. Und die Rettungskr\u00e4fte m\u00fcssen an den richtigen Ort kommen. Ruft man vom Mobiltelefon aus an, ist das oft gar nicht so einfach.<\/p>\n<p>? Welche Nummer hat<br \/>\nder Notruf denn eigentlich?<br \/>\nIn Deutschland w\u00e4hlt man f\u00fcr Feuerwehr und Rettungsdienst die 112, f\u00fcr die Polizei die 110. Das wissen die meisten in Deutschland. Doch dass die 112 auch EU-weit die Notdienste alarmiert, wissen 69 Prozent nicht. Das hat eine Innofact-Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox ergeben. Und ein Gro\u00dfteil der Befragten (85 Prozent) w\u00e4hlt den Notruf noch manuell und entsperrt daf\u00fcr zun\u00e4chst das Telefon, startet die Telefon-App und w\u00e4hlt die 112. Das ist der langsamste Weg zur Hilfe.<\/p>\n<p>? Wie geht der Notruf<br \/>\ndenn schneller?<br \/>\nModerne Smartphones haben seit einigen Jahren praktische Abk\u00fcrzungen zum Notruf eingebaut, nur kennt sie bislang gerade einmal jeder Siebte (15 Prozent). iPhone-Nutzer dr\u00fccken f\u00fcnfmal auf die Sperrtaste oder halten Sperr- und eine der Lautst\u00e4rketasten l\u00e4nger gedr\u00fcckt. Im folgenden Men\u00fc kann man per Fingerwisch den Notruf w\u00e4hlen. Android-Nutzer m\u00fcssen die Funktion m\u00f6glicherweise erst aktivieren. Sie ist meist in den Einstellungen zu finden, bei Samsung etwa unter &#8222;Datenschutz &amp; Sicherheit&#8220;, bei anderen Herstellern unter &#8222;System&#8220;. Google-Smartphones bieten etwa nach etwas l\u00e4ngerem Druck auf die Sperrtaste eine Notfallseite mit Notrufnummer an, bei Xiaomi-Smartphones muss f\u00fcnfmal der Sperrknopf gedr\u00fcckt werden, ebenso bei OnePlus.<br \/>\nAuch mit den gesperrten Telefonen anderer kann man leicht den Notruf w\u00e4hlen. Dazu wischt man auf dem Sperrbildschirm herum, bis eine Schaltfl\u00e4che mit Namen wie &#8222;Notruf&#8220; oder &#8222;Notfall&#8220; erscheint. Mit einem Tipp darauf kommt man zum Tastenfeld und kann die 112 von Hand eingeben.<\/p>\n<p>? Wie kommt mein Standort<br \/>\nzur Notruf-Leitstelle?<br \/>\nDie Netzbetreiber senden beim Handynotruf schon jetzt Standortdaten an die Leitstelle. Das dient aber momentan eher zur groben Orientierung, sagt Carsten Schneider vom Deutschen Feuerwehrverband (DFV). Denn so ist nur sichtbar, in welcher Funkzelle sich ein Anrufer gerade befindet. Solch eine Funkzelle kann aber im l\u00e4ndlichen Raum sehr gro\u00df sein, was die Standortgenauigkeit verschlechtert. Hinzu kommt: Vom Mobiltelefon erreicht man nicht immer automatisch die zust\u00e4ndige Leitstelle.<br \/>\nBesser funktioniert das mit AML. Dahinter steckt eine Technik, die bei Notrufen automatisch die Ortungsfunktion des Smartphones aktiviert und an die Notfalldienste schickt &#8211; sogar wenn man die Ortungsfunktion eigentlich abgestellt hat. Dabei werden die Standortdaten per SMS im Hintergrund an von den Leitstellen Freiburg und Berlin betriebene AML-Endpunkte verschickt. Die Leitstellen k\u00f6nnen von diesen Servern dann die Standorte eines Anrufers abfragen.<br \/>\nPraktisch, wenn Anrufer ihren Standort entweder nicht kennen, oder sich aus welchem Grund auch immer nicht klar ausdr\u00fccken k\u00f6nnen. Im Netz von O2, Vodafone und der Telekom funktioniert AML schon. Auch immer mehr Leitstellen schlie\u00dfen sich an das System an. Stand vergangenen Dezember sind rund drei Viertel der knapp 250 Leitstellen dabei. Die Standortdaten werden nicht dauerhaft gespeichert, sagt Henning Schmidtpott vom IT-Management der Leitstelle Freiburg. Nach einer Stunde werden sie aus dem System gel\u00f6scht.<br \/>\nAML, manchmal auch ELS genannt, muss man nicht aktivieren. Die Technik steckt theoretisch in allen Android-Smartphones ab Version 4.0. iPhones brauchen f\u00fcr Notrufe mit automatischer Standortsendung die iOS-Version 13.3, welche auf Ger\u00e4ten ab dem iPhone 6s installiert werden kann.<\/p>\n<p>? Was, wenn die Ortung<br \/>\nnicht funktioniert?<br \/>\nFunktioniert die Funkzellenortung nicht und auch kein AML, m\u00fcssen Anrufer beim Notruf improvisieren. &#8222;Es gibt die M\u00f6glichkeit, den Standort in der eigenen Karten-App herauszufinden&#8220;, sagt Feuerwehrmann Carsten Schneider. In Apples Karten-App etwa mit einem langen Druck auf das eigene Standortsymbol. Hier erf\u00e4hrt man auch die GPS-Koordinaten. F\u00fcr den Notfall halten manche Leitstellen auch ein Smartphone bereit, auf das Anrufer ihren Standort per Messenger-App senden k\u00f6nnen. Oder sie schicken eine SMS mit einem Link. Klickt man ihn, erf\u00e4hrt die Leitstelle den Standort. Vorausgesetzt, man hat Datenempfang. Ansonsten, so sagt Schneider, kennen die Leitstellen-Mitarbeiter Tricks, um etwa \u00fcber Landmarken den Standort einzugrenzen.<\/p>\n<p>? Welche Hilfsmittel<br \/>\ngibt es dar\u00fcber hinaus?<br \/>\nTr\u00e4ger einer Apple Watch (ab Series 4) k\u00f6nnen die Uhr auch als Sturzmelder nutzen. Erkennt das Ger\u00e4t einen schweren Sturz, w\u00e4hlt es nach einiger Zeit ohne Reaktion automatisch den Notruf und sendet den Standort des Tr\u00e4gers an dessen Notfallkontakte. Diese muss man zun\u00e4chst in der Health-App des iPhones im Notfallpass hinterlegen. Hier k\u00f6nnen Nutzer auch ein Foto, Geburtsdatum, Gewicht, Medikamente oder Erkrankungen angeben. Solche Angaben erleichtern den Notfallsanit\u00e4tern die Arbeit, sagt Carsten Schneider, seien aber immer nur eine zus\u00e4tzliche Option.<br \/>\nAuch verschiedene Android-Smartphones bieten solche Notfallp\u00e4sse an. Man findet sie etwa in den Einstellungen bei &#8222;\u00dcber das Telefon&#8220; und kann dort medizinische Angaben zur eigenen Person und Notfallkontakte eintragen.<\/p>\n<p>? Was sind denn<br \/>\ndie Notfallkontakte?<br \/>\nDas sind im Telefonbuch gespeicherte Kontakte, die im Notfallpass hinterlegt werden. So wissen Helfer, wer im Notfall informiert werden soll. Diese Kontakte k\u00f6nnen auch vom gesperrten Telefon aus erreicht werden. Au\u00dferdem kann eingestellt werden, dass diese Kontakte beim Ausl\u00f6sen des Notrufs eine Nachricht erhalten, manchmal sogar mit dem eigenen Standort. Damit die Personen beim Erhalt solcher Nachrichten nicht erschrecken und wissen, was zu tun ist, informiert man sie vorher besser und bespricht weitere Schritte.<\/p>\n<p>? Ist der Notruf per Chat<br \/>\nbald m\u00f6glich?<br \/>\nNeben einer Verbreitung von AML soll eine bundesweite Notruf-App den Kontakt zu Feuerwehr und Rettungsdienst leichter machen. Das f\u00fcr Mitte dieses Jahres erwartete Programm verbindet mit der richtigen Notrufabfragestelle, sagt Carsten Schneider. Nutzer k\u00f6nnen mit der App auch f\u00fcr andere einen Notruf absetzen und deren Standort angeben. Der Kontakt zur Leitstelle wird dabei per Chat hergestellt. Das soll die App zum einen zum Hilfsmittel f\u00fcr Menschen mit Behinderung machen. Zum anderen sollen so auch unauff\u00e4llige Notrufe m\u00f6glich sein.<br \/>\ntmn<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eben gesehen &#8211; DONAUKURIER E-Paper App https:\/\/ios-epaper.donaukurier.de\/epaper-layers\/hip\/2020-01-23\/art395632,4466678 Hilfe holen mit dem Smartphone 23.01.2020 23:01 Neben dem W\u00e4hlen der Nummer 112 gibt es weitere M\u00f6glichkeiten und Hilfen Von Till Simon Nagel Unf\u00e4lle passieren schnell: Einmal nicht auf das Auto voraus geachtet, &hellip; <a href=\"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/?p=1577\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1577"}],"collection":[{"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1577"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1577\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1579,"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1577\/revisions\/1579"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vhsbnv09.bn-paf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}